VLN Rennen 7 - Motorsport Sing

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7. VLN-Lauf: Mercedes SLK als tragischer Held

Wenn es bei dem VLN-Lauf am 28.8.2011 auf der Bühne des Nürburgrings die Rolle des tragischen Helden einzunehmen galt, so war mit dem Mercedes SLK von Motorsport Sing die ideale Besetzung gefunden. Grandios war der Mercedes beim 6h ADAC Ruhr Pokal sein Rennen gefahren – nur um am Ende kurz vor der Zieldurchfahrt doch noch an den technischen Widrigkeiten zu scheitern! Schade – aber Held bleibt Held!
Am Rennwochenende zeigte sich das Eifelwetter wie so oft von der feuchten Seite. Dementsprechend stellte sich die Mannschaft von Motorsport Sing schon beim Zeitfahren auf die nasse Witterung ein. Nicht zu passiv aber auch nicht übertreiben hieß die Devise für die SLK-Piloten. Der Erfolg gab der Sing-Strategie zunächst Recht: Drei Minuten vor Ende des Trainings war der Mercedes von Motorsport Sing noch 4. der Klasse V6. Doch dann trocknete die Ideallinie für kurze Zeit ab. Zeit zum Reifenwechsel hatte Motorsport Sing aber nicht mehr. Und so musste der SLK, der mit seinen abgenutzten Regenreifen auf trockener Fahrbahn unmöglich verbessern konnte, fünf Konkurrenten passieren lassen.
Von Platz 8 in der Klasse ging Motorsport Sing mit dem Mercedes Roadster ins 6h ADAC Ruhr Pokal Rennen. Und der Auftakt war viel versprechend. Denn Motorsport Sing startete von P46 der ersten Startgruppe, in der die Klasse V6 auch dieses Mal eingeteilt war. So weit vorn standen die Sing-Mannen zuletzt vor zehn Jahren mit einem BMW M3 als noch Serienwagen die VLN-Rennserie dominierten. Ob das wohl ein gutes Omen war?

Um zwölf Uhr fiel der Startschuss für das Feld und den den Mercedes-SLK-Piloten Heiko Eichenberg. Trotz starker Beeinträchtigung der Sicht durch die aufgewirbelte Gischt der wieder nassen Nürburgring-Strecke konnte sich Motorsport Sing zunächst gut in der vorderen Hälfte der ersten Startgruppe behaupten. Doch dann kam plötzlich die Sonne raus und die Strecke trocknete sofort ab. Als rein in die Box zum Reifenwechseln. Gegen Ende der vierten Runde musste der Sing-Mercedes erneut die Box ansteuern, da es wieder stark zu regnen angefangen hatte.
Infolge des zweimaligen Reifenwechsels verlor der Mercedes SLK einiges an Boden im Starterfeld. Andere Teams waren auf geschnittenen Slicks unterwegs, die scheinbar bei diesen widrigen Bedingungen zum Auftakt des Rennens sehr gut funktionierten und sich somit den Weg in die Box sparen konnten. Dass der Mercedes zunächst zurückgefallen war, weckte den Ehrgeiz von Fahrer Heiko Eichenberg Ihm als Drift-Spezialisten kamen die nassen Streckenverhältnisse jetzt sehr entgegen. Über weite Strecken fuhr der Motorsport Sing Pilot die schnellsten Rundenzeiten in der Klasse, mit denen er den Mercedes wieder zurück in die vorderen Gefilde des Rennen brach.
Heiko Eichenberg übergab dann Bertin Sing das Steuer des Mercedes SLK. Bertin Sing griff sofort mit Feuereifer ins Renngeschehen und lieferte sich einen sehenswerten Zweikampf mit einem der Top-Vertreter seiner Klasse, dem schnellen Porsche Cayman des MSC Adenau e.V.. Nach sieben weiteren Runden - der Mercedes SLK von Motorsport Sing lag mittlerweile auf Platz 3 in seiner Klasse – steig dann Friedhelm Mihm in das Cockpit des Roadsters. Weil mittlerweile wieder die Sonne schien, hatte man bei Motorsport Sing nicht nur den Fahrer, sondern zum wiederholten Male die Reifen gewechselt..Mit den Slicks hatte der Mercedes SLK den Klassensieg oder zumindest einen Platz auf dem Podest vor Augen. Endlich – so schien es in diesem Moment des Rennens – würde Motorsport Sing den undankbaren vierten Platz, den das Mercedes-Enthusiasten-Team schon mehrmals diese Saison einfahren konnte, gegen eine Platzierung unter den ersten drei eintauschen können.
In aussichtsreicher Position liegend, meldete Friedhelm Mihm per Funk laute Geräusche, die vom Antriebsstrang kamen, an die Box. Was tun? Die Teamleitung bei Motorsport Sing riet dazu, den Mercedes anzuhalten, um ihn nicht noch mehr zu beschädigen. Und also schied der SLK - zu diesem Zeitpunkt lag der Motorsport Sing Mercedes auf P47 gesamt und P3 in der Klasse - aus dem Rennen aus. Wie sich später herausstellte, war der Antriebsstrang tatsächlich defekt! So nah liegen im Motorsport eben Freud und Leid beieinander.
Nachdem dann die schlechte Laune bei allen Beteiligten etwas verflogen war, fand Teamchef Eugen Sing noch tröstende Worte: „Wir haben heute eine sehr gute Leistung vom kompletten Team gesehen, als alle den widrigen Bedingungen trotzten. Schade natürlich, dass wir wegen eines Ersatzteils, dass normalerweise nie kaputt geht und nur ein paar Euro kostet, dann ausfällt. Aber letztendlich haben wir den Mercedes SLK endlich da, wo wir ihn haben wollen. Er ist schnell und kann mit dieser Fahrerbesetzung problemlos in die Top 5 fahren und auch im vorderen Drittel des Gesamtfeldes bestehen.“
Im nächsten Rennen geht es dann wieder über die Distanz von vier Stunden. Am 24.September startet dann der 43. ADAC Barbarossapreis, natürlich mit von der Partie ist Motorsport Sing und vielleicht schon dann mit einer kleinen Überraschung für alle Mercedes-Fans!

 
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