VLN Rennen 6 - Motorsport Sing

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Motorsport Sing ohne Glück bei Chaos-Rennen,
2 Rennabbrüche lassen den Traum vom Podest wie eine Seifenblase zerplatzen!

Bei  schönstem Eifelwetter ( bewölkt und recht frisch ) kam es am Rennwochenende der VLN zu zwei schweren Unfällen und Rennabbrüchen, die für Motorsport Sing nach den jeweiligen
Boxenstopps zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt kamen.
Das Rennwochenende sollte für das Team aus Heidenheim bereits am Freitag früh um acht Uhr beginnen. Im Rahmen einer Veranstaltung der Zeitschrift SportAuto wollte man  die Gelegenheit nutzen und viele Trainingsrunden auf der Nordschleife abspulen und eventuelle Probleme am Fahrzeug ausmerzen. Daraus wurde jedoch nichts da das launische Eifelwetter einmal mehr einen Strich durch die Rechnung machte. Dichter Nebel zwang die Veranstalter letztendlich dazu das Event abzusagen. Ähnlich vernebelt sollten dann auch die Aussichten von Motorsport Sing am Rennsamstag sein…

Bereits am Samstagmorgen im Zeittraining konnten sich die Fahrer Bertin Sing, Heiko Eichenberg und Friedhelm Mihm nicht wirklich mit den äußeren Bedingungen anfreunden. In der verregneten und kühlen Trainingssession absolvierten sie dann auch lediglich nur Ihre Pflichtrunden. Man war sich dann auch schnell einig dass bei diesen Umständen nicht mehr möglich war und letztendlich wollte man somit auch einen eventuellen Abflug vermeiden da die Strecke und die Reifen keinen besonderen Grip boten. Zu diesem Zeitpunkt lag man auch aussichtsreich in der Klasse auf P5! Als die Sing-Crew dann das Auto bereits für das Rennen vorbereitete trocknete die Ideallinie doch noch ab und die Konkurrenten überholten den in der Box stehenden Sing-Renner, was dann am Ende den 103. Startplatz und P12 in der Klasse zur Folge hatte. Jedoch kein Grund zur Besorgnis bei Motorsport Sing da man aufgrund der Erfahrung wusste dass vier Stunden verdammt lang sein können und ein VLN-Rennen nicht im Training entschieden wird.

So begann dann um Punkt 12Uhr bei trockener Strecke die Hatz durch die Grüne Hölle und Heiko Eichenberg fuhr einen sehr starken Startturn und katapultierte den SLK auf den 57.Gesamtrang und P4 in der Klasse!!!! Nach acht Runden steuerte er dann die Box an wo der SLK gewohnt routiniert gecheckt wurde und der Fahrerwechsel stattfand. Nun saß Juniorchef  Bertin Sing im Auto und beim Team hatte man bereits das Podest vor Augen denn die Strategie war sehr verheißungsvoll da man sich zunächst gut zwischen P4 und P7 behaupten konnte und in Schlagweite zu P3 war, da alle Fahrzeuge in der Klasse vom 3. bis zum 10. Platz dicht beieinander lagen. Dann begann die Leidenszeit, kurz vor 14Uhr unterbrach die Rennleitung das Rennen mit der roten Flagge. Im Bereich Tiergarten hatte es einen extrem schweren Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen gegeben. An dieser Highspeed-Stelle Ende der Döttinger Höhe und in Anbetracht dessen wie stark die Fahrzeuge beschädigt waren, grenzt es fast schon an ein Wunder dass zwei Fahrer lediglich nur leichte Verletzungen davontrugen.

Um 15Uhr dann der Restart indem Bertin Sing seine ersten Führungsmeter einer Startgruppe fahren durfte, von P4 der Stargruppe nutzte er das Drehmoment seines Mercedes V6-Motors voll aus und überholte die drei vor Ihm fahrenden Fahrzeuge quasi auf der Grasnarbe auf höhe Start-Ziel, was in der Sing-Box mit Freude im Ring-TV gesehen wurde. Bei der Einfahrt in die Mercedes Arena jedoch musste der Sing-SLK dann seinem Gewicht Tribut zollen und die leichteren Clio, die an dieser Stelle später bremsen können, fuhren innen wieder vorbei. Während Bertin Sing auf die Nordschleife einbog begann man am Sing Kommandostand zu rechnen. Die Rennleitung hatte die Restzeit aufgrund des Unfalls auf 1Std.50Minuten gekürzt was die Strategie enorm durcheinander brachte. Man wollte jetzt umstellen und Bertin Sing nach vier Runden an die Box holen. Friedhelm Mihm sollte dann am Schluss noch einmal mit schnellen Zeiten attackieren und den erhofften dritten Platz einfahren. Gesagt, getan… Jedoch sagt ein bekanntes Sprichwort, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!!! Friedhelm Mihm saß dann lediglich zwei Runden im Auto als mehrere schwere Unfälle rund um die Strecke diese dann auch blockierten und die Rennleitung dann ein einsehen hatte und dieses Chaosrennen beendete.

Jedoch kamen die beiden Rennabbrüche zu denkbar ungünstigen Zeitpunkten da man jeweils eine Runde vorher noch beim Boxenstop war. Beim ersten Stop noch nicht so gravierend, aüßerte sich das beim zweiten umso mehr.  Der Sing-SLK hatte bereits seinen „letzten“ Stop absolviert und die anderen „V6“-Fahrzeuge blieben noch auf der Strecke  um zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an die Box zu fahren. So hatte man dann vor dem zweiten Abbruch keine Chance mehr die anderen Fahrzeuge während ihrer eventuell geplanten Stops zu überholen. So rutschte man dann auf P72 Gesamt und P9 in der Klasse ab was sehr frustrierend für das Sing-Team war, wenn man bedenkt was an diesem Wochenende alles möglich gewesen wäre. Am Ende dieses merkwürdigen Renntages jedoch zog man ein positives Fazit, da Mensch und Maschine heil im Fahrerlager waren. Friedhelm Mihm sagte noch als er aus dem Auto ausstieg: „ Heute bin ich nur froh unverletzt hier zu stehen und dass das Auto noch an einem Stück ist. Da draußen sieht es aus wie nach einem Krieg!!!“ Denn auch er hatte noch während des Rennabbruchs ein Aha-Erlebnis, die Streckenposten waren so sehr damit beschäftigt die Roten Flaggen zu schwenken, dass man wohl übersah dass Ende der Döttinger Höhe extrem viel Öl auf der Strecke war. Auch hier waren hinter einer Kuppe mehrere Fahrzeuge böse verunglückt und Mihm musste laut seiner Aussage all sein Können aufbieten damit er nicht heftig in die Streckenbegrenzung einschlägt…

So kann man dann am Ende  noch von Glück im Unglück sprechen und die Performance des Autos war sehr gut denn Heiko Eichenberg konnte die schnellen Rundenzeiten der Vorwochen bestätigen und drehte die an diesem Wochenende schnellste Runde für den Sing-Renner mit einer 9:45.403.

In vier Wochen steht dann das zweite Highlight des Jahres an, das 6h ADAC-Ruhrpokal-Rennen. Und auch zu diesem Event möchte das Team noch Werbung in eigener Sache machen, denn auch hier sind wieder die in der VLN beliebten Freitags-Taxifahrten möglich. Infos hierzu gibt es unter
Renntaxi

 
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