VLN Rennen 5 - Motorsport Sing

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Archiv > Berichte 2013

5.Lauf zur VLN – Langstreckenmeisterschaft,
dem 53. ADAC-Reinoldus-Langstreckenrennen
am 20.07.2013


Paukenschlag bei der VLN, Rowe Racing zieht beide Fahrzeuge wegen Differenzen bei der technischen Einstufung, vor dem 5.Rennen zurück! Auch Motorsport Sing hadert mit dem Reglement aufgrund neuer Fahrzeuge in der Klasse V6


 

Das Rennen war wieder einmal toll, zum ersten Mal spitzen Wetter in der Eifel 2013, die Fahrer hatten ihren Spaß, ein rundum zufriedenstellendes Rennwochenende für das Team Motorsport Sing aus Heidenheim. Über die Platzierung und die Chancengleichheit in der Klasse jedoch braucht man nicht viele Worte verlieren, denn das war wieder einmal das Thema mit dem man bei der Sing Mannschaft alles andere als zufrieden war.
Seit Jahren fährt man nun mit dem SLK in der Klasse V6 der seriennahen Fahrzeuge und war eines der ersten Fahrzeuge das in dieser Klasse an den Start ging, doch mehr und mehr hadert man nun mit der Fahrzeugeinteilung in der Klasse und dem technischen Reglement. Es kommt einem gerade so vor als hätte man im Motorsport einen Nachteil wenn man einen Stern auf der Haube hat.
Das Beispiel von Rowe Racing, die beim letzten Lauf beide Boliden vor dem Rennen zurückgezogen haben nehme ich als Team-Schreiberling hier zum Vorbild um einmal in dieselbe Kerbe zu schlagen und hoffe dass sich mancher nicht zu sehr auf den Schlips getreten fühlt.
Fünf Jahre zurück: Mit dem fast neuen SLK hatte man anfangs den Vorteil des siebzig Liter Sicherheits-Tanks, den man aufgrund des großen Leistungsdefizits gegenüber den anderen Fahrzeugen in der Klasse V6, ohne Einschränkung  genehmigt bekam. So musste man nur zwei Tankstopps einlegen, während die anderen, Leistungsstärkeren Gegner drei mal stoppen mussten und konnte sich so zum Ende des Rennens wieder an die Podestplätze heran kämpfen ohne diese jedoch ernsthaft zu gefährden, man hatte aber wenigstens die Genugtuung die Klassenprimus von BMW etwas ärgern zu können mit unserem „schwachen" und oft belächelten Mercedes. Ein Jahr später bekamen dann alle Fahrzeuge der Klasse V6 auch diesen größeren Tank zugesprochen.
So ging es dann in die nächste Runde, Tankvorteil weg, was nun??? Das Fahrzeug fährt nicht optimal, es fühlt sich oft an als ob das Renngefährt mit dem Fahrer fährt anstatt anders herum. So investierte man von nun an viel Zeit und Geld in Sachen Fahrwerksoptimierung und Einstellung in Zusammenarbeit mit KW Automotive und einem befreundeten Profirennfahrer von Juniorchef Bertin Sing und siehe da, mitte der Saison 2012 war man einigermaßen bei der Musik und die Fahrer  waren höchst zufrieden. Man wusste ja als man das Fahrzeug baute dass man keine reellen Chancen auf einen Klassensieg aufgrund der Leistungsdefizite zu den BMW M3 hatte, aber am Standort Heidenheim ist man als großer Mercedes-Händler im Kreis bekannt und deswegen fährt man auch Rennen mit einem Mercedes, nichts anderes kommt für das Team Sing in Frage. Aber den Fahrern sollte es wenigstens Spaß machen und zusammen mit dem Unvermögen der anderen Fahrer hatte man wenigstens Chancen aufs Podest bzw. für die Platzierungen die zur Teilnahme an der Siegerehrung berechtigten, Minimum Platz 5!
Dann zum Ende 2012 hin kam einer der ersten neuen Porsche 991 in der Klasse an den Start, ein wunderschönes Rennfahrzeug mit dem man sich überhaupt nicht zu messen braucht aber man muss eingestehen dass es ein sehr gelungenes Rennauto ist, dass vermutlich von nun an die BMW M3 in der Klasse V6 ordentlich aufmischen wird und mit dem SLK fährt man von nun an nur noch im Niemandsland herum, denn alleine schon Leistungstechnisch ist man diesem Fahrzeug deutlich unterlegen. Und genau dieses Thema ist der Stein des Anstoßes für unseren etwas kritischen Bericht zur Saisonmitte.

Dieser Porsche ist eigentlich schon vom Serienstand her ein reines SP-Auto. Man dachte sich nun, so ähnlich wie im Fussball, etabliert im sicheren Mittelfeld, nach vorne geht nicht mehr viel und nach hinten brennt nichts an, bauen wir 2014 ein neues Auto auf das auch die Fans gespannt sein dürften.
Ein A45 AMG Seriennah, aber auch daraus wird wohl nichts, Argument der Technischen Kommission: „…mit dem Auto habt ihr ja in dieser Klasse viel zu viel Leistung und es sei ja kein Mercedes wegen AMG!"
Und was ist mit dem Porsche 991??? Der A45AMG geht ja wie der Porsche auch, genauso vom Band. Wie dem auch sei, egal wie man es anpackt ist es nicht recht und so wächst immer mehr der Frust beim VLN-Traditions-Renstall aus Heidenheim die demnächst ihr 20 jähriges VLN Jubiläum feiern.
Zumindest war es so geplant, aber mal schauen was die Zukunft ergibt…
Sei es BOP, Technisches Reglement, Fahrzeugzulassung in anderen Klassen, oder was auch immer, beim Team Sing steht man aufgrund dessen vor einer ungewissen Zukunft, denn ändern kann man eh nichts als kleiner semiprofessioneller Rennstall, es kommt eben wie es kommt!
Jetzt kommt auf jeden Fall erst einmal das Sechs Stunden Rennen bei dem man sich aufgrund der Distanz doch wieder etwas mehr ausrechnet denn hier kann man auf seinen größten Trumpf setzen nämlich die Standfestigkeit!

 
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