VLN Rennen 4 - Motorsport Sing

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VLN 4. Lauf: Mercedes SLK mit Pech & Panne


Fast rabenschwarzes Wochenende für Motorsport Sing. Der SLK der Mercedes-Enthusiasten fand trotz einer unfairen Attacke zurück ins Rennen.
In der VLN herrschten eigentlich schon immer rauere Sitten – doch am letzten Wochenende, zum 4. Lauf der VLN, ging es mit ungewöhnlich viel Ellbogen zur Sache. Ein Leidtragender des rüpelhaften Treibens auf der Piste war der Mercedes SLK von Motorsport Sing. Statt im passenden Moment auf sportliche Art zu überholen, schob ein Rivale der Rennbahn den Mercedes einfach zur Seite. Mit Folgen für den SLK, der durch dieses Manöver einen Schaden an der Hinterachse davontrug.
Zum 4. Lauf dem 53. ADAC ACAS H&R Cup trat Motorsport Sing mit seinem SLK 350VLN mit den Fahrern Bertin Sing, Friedhelm Mihm und Newcomer Heiko Eichenberg, der sein zweites Rennen bestritt, in der Klasse V6 der Serienwagen bis dreieinhalb Litern Hubraum an.
Bei freundlichen Wetterbedingungen nahmen die drei Mercedes-SLK-Piloten am Samstag früh um 8.30Uhr das Zeittraining auf und bestätigten der Crew sofort ein sehr gutes Auto mit dem auch an diesem Wochenende schnelle Rundenzeiten machbar sein sollten.
So begann dann auch Bertin Sing bei viel Verkehr und mit „frischem“ Auto mit einer sehr guten Zeit von 10:13. Nach drei Runden übergab er das Steuer an Heiko Eichenberg, welcher gleich eine sehr starke Runde mit Trainingsbestzeit von 9:49.029 hinlegte. Dann wollte Friedhelm Mihm auf Zeitenjagd gehen. Doch bevor der SLK-Pilot richtig in Fahrt kam, wurde das Zeittraining wegen eines schweren Unfalls abgebrochen. So stand dann der Sing-SLK auf P10 in der Klasse und Gesamt P129.

Nachdem sich der Start des Rennen wegen Probleme mit der Zeitnahme verzögert hatte, fand das Team von Motorsport Sing schnell einen guten Lauf. Startfahrer Friedhelm Mihm fuhr mit dem Mercedes SLK sofort sehr schnelle Rundenzeiten und markierte in seiner 4. Runde eine neue Bestzeit von 9:40.830. Schon sah man den Stern von Motorsport Sing beim 4. VLN Lauf aufgehen, als der Mercedes-Fahrer in der 7. Runde eine Hiobsbotschaft an die Boy funkte: „ Bin abgeschossen worden. Auto ist Schrott und krumm wie eine Banane!“
Auweh! Da war guter Rat teuer. In der Box von Motorsport Sing rechnete man mit dem Schlimmsten – zumal seit dem „Notruf“ Funkstille herrschte. 18 bange Minuten später kam der Mercedes SLK dann doch unverhofft in die Box gefahren.
Oje, der SLK sah hinten ganz schön geknickt aus? Aber Schrott? Nein, Schrott bzw. nicht fahrbar war der Mercedes von Motorsport Sing deswegen aber nicht. Da ging doch ncoh was! Jetzt schlug die Stunde der erfahrenen Monteure im Team. Innerhalb von nicht einmal 45 Minuten wechselten die flinken Hände der Motorsport Sing Mechaniker die komplette linke hintere Achshälfte inklusive Antriebswelle. Heiko Eichenberg brachte den SLK wieder zurück ins Rennen. Das Lenkrad des Mercedes stand zwar schief - doch das konnte Juniorchef Bertin Sing nicht hindern, wenig später zur Höchstform aufzulaufen und zum Ende noch zwei persönliche Bestzeiten, die ganz knapp an der 10 Minutengrenze kratzten, hinzulegen.
So ärgerlich der Rennverlauf mit dem abgeschossenen Mercedes SLK auch war, so bewies man bei Motorsport Sing eine tadellose sportliche Einstellung. Hut ab! Als das Rennen nach dem Unfall für den Mercedes SLK faktisch schon gelaufen war, gaben die Mannen von Motorsport Sing nicht auf. Sie krempelten die Ärmel hoch, legten sich ins Zeug und gaben ihr Bestens, um das Rennen zu Ende zu fahren. Warum die Mühe, wo es doch keinen Lorbeer mehr zu gewinnen gab? Weil man das als faire und gute Sportsleute eben so macht. Und weil das Dabeisein und nicht das Gewinnen um jeden Preis ein sportlicher Wert an sich ist. Bei Motorsport Sing stimmt offenbar die Einstellung. Von dieser Haltung dürfen sich diejenigen Fahrer, welche sich per Ellbogentaktik durch die Reihen boxen, ruhig mal eine Scheibe abschneiden!

 
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