VLN Rennen 10 - Motorsport Sing

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VLN-Finale: Sing SLK zeigt starke Leistung
Zwei Reifenschäden trüben starke Vorstellung des Sing-Mercedes beim letzten Lauf der VLN 2011

Eigentlich schien der Sing-SLK sehr gut für den zehnten und letzten Lauf der VLN-Saison 2011 vorbereitet gewesen zu sein, doch nach schnellen Rundenzeiten in der Startphase, machte sich nach zwei Reifenschäden in kürzester Zeit Ernüchterung breit. Dabei fing das Rennen mit sehr guten Trainingszeiten für die Mercedes Motorsport-Enthusiasten doch so Erfolg versprechend an.
Bei herrlichstem Herbstwetter und Temperaturen um die fünfzehn Grad machten sich an diesem Rennwochenende Bertin Sing, Friedhelm Mihm und Heiko Eichenberg auf zum letzten Rennen der Saison 2011, dem 36.DMV Münsterlandpokal. Im morgendlichen Zeittraining drehte das Mercedes SLK Team routiniert seine Runden und stellte den Mercedes nach eineinhalb Stunden Trainingszeit mit einer 9:46.935 auf einen starken 87.Gesamtrang. Wenn man bedenkt, dass mittlerweile die ersten vierzig Fahrzeuge fast nur aus GT Fahrzeugen und Porsche bestehen, dann konnte man bei Motorsport Sing mit dieser Leistung recht zufrieden sein.
Das Mercedes-SLK-Team ging hoch motiviert um punkt zwölf Uhr ins Rennen. Die Mercedes-Piloten legten sich tüchtig ins Zeug und machten dort weiter wo man morgens aufgehört hatte: mit der Jagd nach der neuen persönlichen Bestzeit. Hier lief Heiko Eichenberg, der den Start fuhr, zur Höchstleistung auf und drehte von Beginn an eine starke Runde nach der anderen. In der zweiten Runde konnte er sogar eine neue persönliche Bestmarke markieren, welche dann auch die jemals schnellste gefahrene für den Sing-SLK sein sollte, eine 9:38.449!
Nach sechs gefahrenen Runden war der Mercedes SLK bereits unter den besten Siebzig. In Klasse befand er sich auf dem sechsten Rang. Doch dann - in der siebten Runde - ereilte das Team in der Box ein Funkspruch: „ Ich habe einen Defekt, der Mercedes hat starke Vibrationen; ich glaube ein Reifenschaden hinten rechts!!!“ In der Box von Motorsport Sing richtete man sofort neue Reifen her und wartete auf den SLK. Was die Crew noch nicht wusste, war, dass sich der Reifenschaden im Bereich Hohe Acht ereignet hatte und Mercedes-SLK-Fahrer Eichenberg den weidwunden Mercedes fast eine halbe Runde zur Box schleppen musste. Die Zeit rannte davon.
Endlich nach fast zwanzig Minuten Rundenzeit war der SLK endlich in der Box zum Reifenwechsel angekommen. Nun machte sich Friedhelm Mihm auf, um das verlorene Terrain wieder gutzumachen. Zwischenzeitlich war der Motorsport Sing Mercedes nämlich auf den 128. Gesamtrang zurückgefallen. Schadensbegrenzung war jetzt angesagt. Kaum zu glauben: Nach weiteren sechs Runden meldet der SLK-Fahrer, die unglaubliche Hiobsbotschaft, das Auto sei fast unfahrbar, die Reifen funktionieren nicht mehr!
Notgedrungen änderte das Team die Strategie und holte Mihm zur Box um den Fahrerwechsel erneut vorzuziehen und Bertin Sing in den Mercedes Roadster zu setzen. Mit erneut neuen Reifen ging es dann weiter und der SLK funktionierte einwandfrei. Der Juniorchef zeigte sofort eine starke Leistung und unterbot sogar die für Rennfahrer magische zehnminutengrenze auf der Nordschleife. Drei Runden vor Ende des Rennens musste der SLK nochmals Sprit nachfassen und man überließ Friedhelm Mihm noch einmal das Volant, um den Sing-Renner ins Ziel zu bringen. So endete dann ein abermals seltsames Rennen der Sing-Crew auf dem 78. Gesamtrang und Platz sieben in der Klasse. Schadensbegrenzung geglückt…
Wenn an diesem Tag alles glatt gelaufen wäre - dann würde der Mercedes SLK bestimmt unter die Top Sechzig gefahren sein. Nein, vom Glück verwöhnt war das Team von Motorsport Sing in dieser VLN Saison wahrlich nicht. Jetzt aber ist die Winterpause da. Zeit, dem SLK eine Frischzellenkur zu gönnen.

 
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